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ver.di erhöht den Druck

Wach- und Sicherheitsgewerbe NRW

ver.di erhöht den Druck

Warnstreiks im Wach- und Sicherheitsgewerbe NRW werden am Freitag ausgeweitet
Sicherheitsmitarbeiter Fototeam ver.di Hessen ver.di erhöht den Druck  – Warnstreiks im Wach- und Sicherheitsgewerbe NRW werden am Freitag ausgeweitet


Nachdem ver.di bereits im Laufe der Woche zu nadelstichartigen Arbeitsniederlegungen im Wach- und Sicherheitsgewerbe aufgerufen hatte, sollen die Streiks am Freitag (15. Januar) ausgeweitet werden. Damit erhöht die Gewerkschaft vor der dritten Verhandlungsrunde am Montag (18. Januar) den Druck auf die Arbeitgeber. Aufgerufen, an verschiedenen Standorten in NRW von Schichtbeginn bis Schichtende ihre Arbeit niederzulegen, sind unter anderem Beschäftigte von Klüh, WISAG, Securitas und Kötter.

„Wir werden vor der kommenden Verhandlungsrunde noch einmal deutlich den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Sicherheitsbranche ist nur geringfügig von der Pandemie betroffen. Sie muss also jetzt ihren Beitrag zur Stützung der Kaufkraft der Beschäftigten leisten und damit zur Stabilisierung der Wirtschaft beitragen. Diese Aufgabe kann und darf nicht allein der Bundesregierung zufallen, die Unternehmen aktuell mit Steuergeldern in Milliardenhöhe unterstützt“, erklärte Andrea Becker, ver.di-Verhandlungsführerin.

Die Gewerkschaft fordert für die rund 52.000 Beschäftigten im Wach- und Sicherheitsgewerbe eine Lohnerhöhung von 1 Euro pro Stunde, mindestens aber 6 Prozent, bei einer Laufzeit von einem Jahr. Das Arbeitgeberangebot wurde in der zweiten Verhandlungsrunde nur marginal auf 1,6 Prozent im ersten und 2,6 Prozent im zweiten Jahr angehoben. Sicherheitsbeschäftigte arbeiten im Niedriglohnbereich. Ein Sicherheitsmitarbeiter in der untersten Lohngruppe trägt das Risiko, nach 45 Jahren Arbeit im Alter nur 6 Euro über der Grundsicherung zu liegen.

Die Tarifverhandlungen mit dem BDSW werden am 18. Januar 2021 in Neuss fortgesetzt.