Handeln. Für morgen!

Handeln. Für morgen!

Tarifrunde ÖD der Länder 2021

Handeln. Für morgen!

Unikliniken in Essen, Düsseldorf und Köln am Dienstag im Streik - Münster und Bonn folgen
Han­deln. Für mor­gen! ver.di Han­deln. Für mor­gen!  – Ta­rif- und Be­sol­dungs­run­de öf­fent­li­cher Dienst der Län­der 2021


Im Nachgang der ergebnislosen zweiten Verhandlungsrunde für die mehr als eine Million Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in Nordrhein-Westfalen zu Warnstreiks auf. Am Dienstag (9.11.) treten Beschäftigte der Unikliniken in Essen, Düsseldorf und Köln zum Teil ganztägig in den Streik. Am Mittwoch (10.11.) folgen Streiks an den Kliniken in Bonn und Münster. Die Gewerkschaft rechnet mit rund 1.500 Teilnehmenden an den fünf Häusern. Für die Dauer der Streikmaßnahmen wurden Notdienstvereinbarungen mit den Kliniken vereinbart.

Dazu erklärt ver.di-Landesleiterin Gabriele Schmidt: „Die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber macht die Beschäftigten zu Recht wütend. Uns kein Angebot vorzulegen und zeitgleich alle unsere Forderungen mit einem bloßen „Nein“ vom Tisch zu wischen, zeugt von fehlender Wertschätzung. Auch und besonders im Gesundheitswesen leisten alle Bereiche nicht erst seit Pandemiebeginn jeden Tag Unglaubliches. Aufgrund des Personalmangels gehen viele am Stock oder haben den Beruf sogar aufgegeben. Es braucht deshalb nun ein klares Signal an die Arbeitgeber, diese dauerhaften Ausnahmeleistungen endlich anzuerkennen!“

Esma Özdemir, Krankenpflegerin der Stroke Unit am Uniklinikum Köln: „Mich hat es fassungslos gemacht zu hören, dass die Arbeitgeber keinen Fachkräftemangel sehen. Und das, obwohl Corona noch lange nicht vorbei ist. Im Team sind wir uns einig, jetzt werden wir streiken. Diese Haltung zwingt uns dazu!“

Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder eine Einkommenserhöhung um 5 Prozent, mindestens aber 150 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Beschäftigte des Gesundheitswesens sollen tabellenwirksam monatlich 300 Euro mehr erhalten. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 100 Euro angehoben werden.

Verhandelt wird für rund 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte (940.000 Vollzeitstellen) und 48.000 Auszubildende im öffentlichen Dienst der Länder (außer Hessen). Das Tarifergebnis soll zudem zeit- und inhaltsgleich auf die 1,2 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie rund 880.000 Pensionäre im Bereich der Länder sowie 175.000 Beamtinnen und Beamte und 120.000 Pensionäre im Bereich der Kommunen übertragen werden (Angaben ebenfalls ohne Hessen).

ver.di führt die Tarifverhandlungen gemeinsam mit den DGB-Gewerkschaften GdP, GEW und IG BAU sowie in einer Verhandlungsgemeinschaft mit dem dbb tarifunion.

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